Hier ein kleiner Exkurs zum Thema Interoperabilität von Regenfallrohren. Stammt zwar von ein anderen Baustelle, passt aber trotzdem prima rein.Mission: Beschaffe Ersatz für ein beschädigtes Regenfallrohr - aus Kunststoff, braun, 100mm Nenndurchmesser, tausendfach gesehen.
Approach: 100mm? Klarer Fall: ab in den Baumarkt, denkt sich der Informatiker. Die Schnittstellenspezifikation lässt keine Fragen offen: nämlich a) rund und b) 100mm im Durchmesser. Senkrecht übereinander montiert wird transparentes Tunneling für abgeleitetes Oberflächenwasser zum Kinderspiel. Was soll da bitte schief gehen?
Realization: Ab in den Baumarkt; gesucht, gefunden und gekauft: "Regenfallrohr, Kunststoff braun, 100mm x 2,5m" -- Es könnte so leicht sein.
Result: Man kann es drehen und wenden, aber
ES PASST NICHT !
Der Handwerker meines Vertrauens klärt auf: Auch für braune Plastikregenfallrohre gibt es Markenhersteller (z.B. Braas und Marley). Die legen bewusst keinen Wert auf Interoperabilität und pflegen ihre klitzekleinen proprietären Implementierungsunterschiede seit jeher. Damit auch ja kein Kunde die Wahl hat, womit er sein Rohr flickt. Das schreit doch nach Regulierung!
Da staunt der Informatiker;
und der Fachmann schmunzelt.
MISSION FAILED !

0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen