Dexheimer Inside

Irgendwo zwischen Renovieren und Kernsanieren

Das Blog über Familiengründung und Leben im Altbau, Erfolge und Mißerfolge beim angewandten Heimwerken aus Sicht eines Informatikers.

Freitag, 29. Dezember 2006

After-X-Mas

Kurznotiz: Das Problemchen mit der freien Steckdose für die Lichterkette im Freien hat sich zwischenzeitlich erledigt. Freiheit ist, wenn man selbst entscheiden kann, wo man seine Steckdose anschraubt.

MISSION ACCOMPLISHED !

Leider ist Weihnachten jetzt schon vorbei...

Donnerstag, 28. Dezember 2006

4 Meter 50

Gut, ich gebe es zu. Als der Elektriker meines Vertrauens beiläufig erwähnte, ich müsse noch einen Tiefenerder im Kellerboden versenken damit auch alles seine Richtigkeit hat, HABE ICH MIR NICHTS DABEI GEDACHT.

Möglicherweise war es ja auch naiv zu glauben, drei 1,50Meter lange Eisenstäbe ließen sich mal eben so flux hintereinander in den Sand klopfen,... Hatte ich schon erwähnt, dass wir einen Sandboden im Keller haben?

"Nur Sand, kein Boden?" denkt sich der Informatiker und ignorierte die sich zweifelsohne anbahnende Schinderei.

Erste Zweifel kamen allerdings schon beim Transport der Eisenstäbe auf. Weil erstens sind die irgendwie massiv und deshalb ganz schön schwer. Zweitens musste ich auch noch die Rückbank umklappen, damit die Teile überhaupt in den Kofferraum passten. Und nein, da waren die Stäbe noch nicht zusammengesteckt.

Ein wenig zu optimistisch war wohl auch der Versuch, das Gestänge mittels eines Bohrhammers mit modifizierter Aufnahme in den Sand zu treiben. Kann Sand wirklich nicht lachen?

Nachdem das elektrische Baumarktangebot nur noch sich selbst rüttelte und die Aufnahme zu verglühen drohte haben wir doch beschlossen, dem guten alten Vorschlaghammer eine Chance zu geben. Die ersten 30Zentimeter hätte ich auch mit einem Spargelstecher vorbohren können.

Bello
Den Vorschlaghammer schwingen gehört jetzt nicht unbedingt zu den alltäglichen Aufgaben im harten Büojob. Umso mehr Ergeiz erfordert diese Aufgabe, wenn es nach den ersten schnellen Metern nur noch millimeterweise vorwärts geht und zudem die Konzentration langsam schwindet. Jetzt verstehe ich auch, warum ER sagte, ich solle achtgeben, mit dem Bello nicht Gashahn oder Gasuhr wegzuhauen, so mussten wir da draufklotzen. Aber hier kam uns eine gute Bürotugend zu hilfe... Zwei Kaffeepausen später war das Teil endlich drin.


ER will im Neuen Jahr wiederkommen und mal messen ob's auch gut erdet. Falls nicht, will er noch zwei Stäbe bringen. Wehe...

Mittwoch, 27. Dezember 2006

Neues aus dem Keller

Manche Leute haben Ökostrom andere haben gelben Strom.

Wir haben jetzt Strom aus dem Keller! Strom aus dem Keller ist neu! Strom aus dem Keller ist gut! Strom aus dem Keller ist überall:
  • Strom aus dem Keller in der Küche
  • Strom aus dem Keller im Wohnzimmer
  • Strom aus dem Keller im Esszimmer
  • Strom aus dem Keller im Flur
  • Strom aus dem Keller im Keller selbst
Und die hoffentlich letzten Kabel mit textiler Ummantelung sind stillgelegt. Jetzt fehlen nur noch ein paar Steckdosen!

Mission Accomplished !

Dienstag, 26. Dezember 2006

Baustopp


Ein übler Virus hat die Familie über Weihnachten lahm gelegt. Nachdem das fiese Ding nun weitergezogen ist, kann es wieder weitergehen.

Samstag, 23. Dezember 2006

Festschmaus


Ha!

Butz hat seine erste Maus gefangen. Und ich dachte schon, unser Stubentiger hätte in der Stadt jeden natürlichen Instinkt verloren....

Freitag, 22. Dezember 2006

Einem geschenkten Hahn...

Im Baumarkt meines Vertrauens gibt es eine Kundenrabattkarte - keine Punktesammelkarte. Hatte ich schon erwähnt, was ich von Punktesammeln halte? Eigentlich garnichts, aber bei diesem Angebot mache ich gerne eine Ausnahme: Wer im ersten Jahr läppische 1000,- Euro Umsatz einbringt, bekommt im Folgejahr 10% Rabatt auf jeden Einkauf. Das nenne ich doch mal ein ehrliches Angebot für Langzeitrenovierer. Wer noch mehr Umsatz macht, bekommt irgendwie gestaffelt noch mehr Rabatt. Das das scheint mir dann aber doch eher was für richtige Häuslebauer zu sein, die im Baumarkt schon ein eigenes Zimmer haben.

"Die Kundenkarte müssen Sie dann bei jedem Einkauf an der Kasse vorzeigen!"

Umso größer ist dann natürlich der Ärger, wenn man gerade eine lange und vermutlich teure Rechnung aus dem Kassendrucker laufen sieht und dabei feststellt, die Rabattkarte zuhause vergessen zu haben. Dabei war ich mir auf dem Weg zur Kasse schon sicher, mit der neuen Küchen-Armatur dem Jahresumsatzziel ein gutes Stück näher gekommen zu sein. Wenigstens ein kleiner Trost bei dem Preis. Man bezahlt ja praktisch nur noch das Chrom. Das scheint in letzter Zeit allerdings ganz schön teuer geworden. Selbst bei den Markenherstellern findet sich ja nur noch selten "schwere Qualität" in Form echten Metalls unter der Edelschicht - traurig, aber ein anderes Thema.

Einen Tag später habe ich das Teil eingebaut und muß feststellen, dass es mich immer noch fuchst, den blöden Wasserhahn nicht auf meine Rabattkarte angerechnet bekommen zu haben und spiele mit dem Gedanken, das Ding doch wieder auszubauen, zurückzubringen und nochmal zu kaufen. Diesmal mit Kundenkarte (Informatiker nennen das ein Rollback von Transaktionen). Schnell war der Kassenbon zur Hand, doch oh Wunder: auch nach dem dritten Durchsehen war kein Hahn dabei.

Die Kassenfrau hat mir die Armatur garnicht abgezogen- Danke Baumarkt!

Ein geschenkter Hahn pro Einkauf ist natürlich viel besser als 10% im nächsten Jahr. Das Leben kann so schön sein und jetzt wo der Hahn schonmal eingebaut ist,...

Donnerstag, 21. Dezember 2006

Die letzte Ölung

Wer mit dem Gedanken spielt seine Küchenarbeitsplatte zu ölen, der sollte das tun - kein Witz. Ich habe unserer neuen Platte jetzt die dritte und vorerst letzte Ölung gegeben und muß sagen:

"Ölen macht Spaß!"

Ich war sogar erst ein wenig unglücklich, die Aufgabe an Mo weiterzugeben, weil ich mich schon fast auf diese Arbeit gefreut hatte. Öl ist einfach alles, was jede andere Art von Anstrich nicht ist. Hier meine wichtigsten Erkenntnisse über das Ölen von Holz:
  • denkbar einfach in der Anwendung und vor allem dankbar
  • gibt keine Tropfnasen
  • riecht nicht, klebt nicht, schmeckt gut*g
  • dringt tief ein und imprägniert
  • macht dabei aber keinen "Igel" aus dem Holz
  • Staub und Dreck lassen sich einfach mit dem Finger rauswischen
  • überschüssiges Öl wird inkl. Dreck einfach abgezogen
  • die Maserung kommt mit Öl so richtig zur Geltung
  • lässt sich rollen, streichen oder mit dem Gummirakel ziehen
  • komfortabel im feuchten Zustand schleifbar
  • Werkzeug bappt auch nach zwei Tagen an der Luft nicht

Ich kann Öl daher nur unbedingt empfehlen - auch für Informatiker. Tipp vom Schreiner: Hartöl "HNO" ohne Lösemittel von Zweihorn. Doch genug der Lobrede, denn noch hat sich die Ölung nicht den harten Anforderungen des Alltags stellen müssen. Und immer dran denken:

Nach dem Ölen ist vor dem Ölen.

MISSION ACCOMPLISHED

Freitag, 15. Dezember 2006

Kleben

Achtung! Informatiker denkt sich was beim Bau:

Wozu eigentlich noch alte Fliesenspiegel entfernen und neue Fliesen kleben, wenn es auch so schicke Resopal-beschichtete Dekorrückwände zum Drüberkleben gibt?

Einfach Montage-Kleber in Schlangenlinien auftragen, an die Wand drücken, anpressen, fixieren, fertig. Soweit in der Theorie. In der Praxis ist die Wand krum und die Sch***-Platte dreimal wieder runtergefallen. Hätte ich bloß was Anständiges gelernt.

MISSION FAILED !

Donnerstag, 14. Dezember 2006

Abgezwackt

Zum Verständnis diesen Beitrages werden folgende Vokabeln vorausgesetzt:
  • Unterputz-Abzweigdose (= Jogurtbechergroße Aussparung in der Wand zum Vertütteln der Elektroinstallation)
  • 5x1.5qmm (= häufig verwendetes Elektro-Installationskabel mit 5 Drähten drin)
  • Meißel (=Werkzeug zum Aufklopfen nicht-tragender oder auch nicht mehr tragfähiger Bausubstanz. Kommt aber erst zum Einsatz, wenn es mit dem Bleistift nicht mehr weitergeht. Steckt deshalb vermutlich bei jedem Altbaurenovierer gleich neben Bleistift und Meter in der Tasche.)

Ich bin ja schon einiges gewohnt in diesem Haus. Aber was um alles in der Welt muß in einen gefahren sein, wenn man 5x1,5 bis an eine Abzeigdose heranführt, dann aber von den fünf Drähten nur vier in die Dose reinzieht und den fünften Draht einfach vor der Dose abzwackt!!!

Ich brauche diesen 5ten Draht! Das hätte alles schon gestern verputzt sein können. Wo ist mein Meißel? Ich bekomme schon wieder dieses Liedzucken.

Mittwoch, 13. Dezember 2006

Zementmörtel

Erfolgreich Putz an die Wand zu werfen gehört bekanntlich nicht wirklich zu den Dingen, die gleich beim ersten Mal gelingen. Die Frustrationsrate ist hierbei vermutlich SEHR GROß.

Andererseits kann heute z.B. auch JEDER Maurer SuSE Linux installieren. Wieso sollte dann nicht auch jeder Informatiker Putz an die Wand werfen können? Ich will niemanden beleidigen, insbesondere keine Maurer - die haben wenigstens was anständiges gelernt - aber worauf ich hinaus wollte ist:

Wo bleibt denn da bitte die Verhältnismäßigkeit?
Denkt mal drüber nach!

Dienstag, 12. Dezember 2006

Rollputz - die Zweite

So,

die klaffende Lücke im Wohnzimmer-Rollputz ist wieder zu.
Der Informatiker weiß jetzt, warum auf dem Gebinde steht:
"Immer schön nass in nass arbeiten!"

Es sieht wirklich ganz *Bescheiden* aus.

Also entweder braucht's jetzt ein großes Bild, oder das ganze muß nochmal. Aber dann "from the scratch".

MISSION FAILED !

Montag, 11. Dezember 2006

Odyssee im Baumarkt

Wir haben uns für eine Arbeitsplatte aus Buchenleimholz entschieden. Die soll zukünftig unsere Küche zum Schmuckstück machen.

Nieder mit dem Resopal!

Ganz ohne Nervenverlust ging es jedoch auch diesmal nicht. Hier ein paar Begriffe, die dazu beigetrugen:
  • "Leimholzplatte"
  • "Sondermaß"
  • "Eckfräsung"
  • und "abgerundete Kante".

Die Story

Küchenarbeitsplatten gibt's ja bekanntlich in jedem Baumarkt oder bei Ikea. Das kann so schwer nicht sein - denkt sich der Informatiker. Zugegeben, mit einer geschenkten Küche habe ich mich erst garnicht ins M-u-s-t-e-r-h-a-u-s-k-ü-c-h-e-n-f-a-c-h-g-e-s-c-h-ä-f-t getraut. Außerdem geht mir immer wieder das Messer in der Tasche auf, wenn ich deren Radiowerbung höre.

Bei Ikea gibt es die Bucheplatten zwar günstig, aber IMHO nur im Kofferraumformat. Zum Verlängern müßte man die dann einfach stumpf aneinandersetzen. Pragmatisch, aber nicht schön. Ich wollte es aber schön und zudem noch in "L"-Form mit umlaufender abgerundeter Kante über drei Seiten. Dazu kommt noch, dass nur eine Seite vom "L" einem Standardmaß (300x60cm) entspricht, die andere ist irgendwie anders (150x80cm) - eben nicht mehr ganz Standard.

"Ab in den Baumarkt" oder "Der Beginn einer kleinen Odyssee"

Baumarkt A: Ganze Platten (300x60cm) kosten dort fertig abgepackt knapp 50,- Euro das Stück.
++ Das ist ausgesprochen günstig.
++ und die hätten sogar eine 80er Platte zum selben Preis
-- Leider wollten die mir aber keine Eckfräsung an Massiv- oder Leimholzplatten anfertigen - angeblich aus Angst um deren Werkzeug. Das ist schlecht, denn die Eckfräsung bräuchte ich schon. Vielleicht sollten die ihr Werkzeug nicht im eigenen Laden kaufen. Dann klappt's auch mit richtigem Holz.

Baumarkt B: Ganze Platten kosten ca 120,- Euro
-- pro Quadratmeter!
-- Das ist nicht mehr wirklich günstig, denn ich brauche drei Quadratmeter.
++ Positiv dabei: Die Fräsen auch Leimholzplatten - kein Problem.
-- Leider bekommen die aber nicht beide Platten mit dieser unsäglichen abgerundeten Kante vorne. Das wäre ja ein Sondermaß und deren Lieferant hat halbrunde Kanten nur bei Standardmaßen im Programm.
++ Prima, da spare ich Geld, weil ich ja auch gleich auf die Fräsung aus diesem Haus verzichten kann.

Baumarkt C: Wurde gerade abgerissen und wird jetzt dreimal so groß wieder aufgebaut.

Okay, ich sehe es ein, es scheint doch ein echtes Problem zu sein. Vater rät: "Bei den Preisen kannst Du auch gleich einen Schreiner fragen". Gute Idee, warum bin ich da nicht selbst drauf gekommen?

Schreiner A: Skizze gemacht, Angebot angefordert.

Schreiner B: Hier zur Sicherheit noch ein weiteres Angebot eingeholt:
-- Der veranschlagt 500,- Euro. Stolzer Preis denke ich, dafür dass ich die Platte dann immer noch selber einpassen, ölen und montieren muss.

Baumarkt D: Mal davon abgesehen, dass es beinahe eine halbe Stunde gedauert hat, einen Verkäufer zu finden, der
-- a) die obigen Vokabeln auch in meiner Landessprache beherrscht
-- und b) auch sonst kompetent genug war, das Material im Computer zu finden,
-- konnten die auch nicht wirklich helfen.
-- Ich hätte jede Platte eine Nummer größer kaufen und voll bezahlen sollen,
-- um dann nur einen Bruchteil davon gegen Aufpreis herausgeschnitten zu bekommen.
++ dennoch Positiv: runde Kanten wären kein Thema gewesen, Fräsen auch nicht
-- Leider waren die damit auch nicht wirklich günstig.

Die Erlösung

Das Angebot von Schreiner A: der macht's für 295,-- inkl. Material, Erfüllung aller Sonderwünsche, allen Extras plus fachmännischer Beratung zur Oberflächenbehandlung. Das ist zwar immer noch eine stattliche Summe, aber daran gewöhnt man sich.

Nächtes Mal frage ich erst einen Holzwurm bevor ich in den Baumarkt fahre.

MISSION ACCOMPLISHED !

Sonntag, 10. Dezember 2006

Grastiszeile

An dieser Stelle allen Wundraks unseren herzlichen Dank für die geschenkte BOSCH-Küche, die so prima in unser neues Zuhause passt. Die 400km Abholung aus der Hannoveraner Gegend haben sich definitiv für uns gelohnt. Sogar die Elektrogeräte sind mit dabei.

Danke, Danke und nochmals Danke!

Samstag, 9. Dezember 2006

Klick

Schon mal was von Klickparkett gehört? Gibt's jetzt überall. Fertigparkett, dass sich ohne Leim verlegen lässt. Einfach aneinanderstecken, einklicken, fertig.

Mal davon abgsehen, dass das Verlegen immer noch genauso viele Arbeitsgänge erfordert als mit Leim wenn man die Fugen versiegeln will, dann gibt es da noch ein Geheimnis: Was einem im Baumarkt niemand sagt, ist dass Klick nicht immer Klick bedeutet. Mir sind bis jetzt schon mindestens drei Sorten KlickParkett begegnet:

Teuer: Klickt nicht, sondern flutscht dass es nur so eine Freude ist
Günstig: Steht Klick drauf, ist auch nur Klick drin.
Unseriös billig = Klickt nur einmal

Wir haben eine halbe Tonne von der günstigen Version gekauft. Was soll man da falsch machen können? Schließlich heißt es: Nur wo Klick drauf steht, ist auch Klick drin. Was aber nicht draufsteht, ist dass man einen Hammer braucht - einen großen Hammer. Mit dessen Hilfe und mit leichten Schlägen soll sich die Klick-Verriegelung schließen lassen. So leichte Schläge, dass man a) das Klicken garantiert nicht mehr hören wird, weil es Schläge tut, dass es die Nachbarn mit der Angst bekommen;
b) nach einem Tag Parkett reinprügeln die Ohren pfeifen und man sich schwört, beim nächsten mal Gehörschutz zu tragen.
c) sich Choleriker arg im Zaum halten müssen, nicht gleich alles mit dem Hammer bodengleich zu machen
und d) Nicht-Choleriker sich hüten müssen, nicht doch noch zum Choleriker zu werden.

-- Was habe ich geflucht.

Freitag, 8. Dezember 2006

Einpackassistent

Hurra,

das Schlafzimmer ist möbliert! Wenigstens ein Zimmer. Ikeaseidank.

Ikea ist überhaupt ziemlich attraktiv für Informatiker. Wo kann man sonst alle Möbel online vom Sofa aus auswählen, bestellen, liefern und montieren lassen? Aber mal ehrlich, wenn man nicht alle Stücke selbst in der Ausstellung durchwandert, verladen, in's Haus gebuckelt und anschließend den Sechskant rund gejuckelt hat: Wo bleibt da das echte Ikea-Feeling?

Was wirklich fehlt, wäre ein Online-Einpackassistent: Einfach die gewünschten Möbelstücke online auswählen, den eigenen Fahrzeugtyp und die Anzahl der Insassen angeben und schon geht's los... Der Assistent berücksichtigt sämtliche Packmaße, spezifische Möbelgewichte plus zulässige Achslasten und druckt dann einen Verladeplan aus, in welcher Reihenfolge sich die Pakete ins Auto stapeln lassen so dass die Tür noch zugeht. Für die Mitfahrer, die anschließend zu Fuß nach Hause laufen müssen, kann er auch gleich die kürzeste Wanderroute ausrechnen.

@Max - alter Schwede: Ihr seid doch sonst immer so einfallsreich...

Apropos einfallsreich - Warum verkaufen die eigentlich noch keine Einweg-Akkuschrauber an der Kasse? Zum Weihnachtsgeschäft am besten gleich im Doppelset: einer mit Sechskantbit und einer mit Kreuzschlitz.

Donnerstag, 7. Dezember 2006

Glühfäden

Trotz aller Anstrengungen hat sich Adventszeit auch dieses Jahr wieder nicht abwenden lassen. Unausweichlich hat sie uns mitgenommen, wie eine Lawine. Gilt die Adventszeit eigentlich als Naturgewalt? Wie auch immer, wir befinden uns mittendrin - kein Zweifel. Die Nachbarn haben schon mit der Installation ihrer elektrischen Weihnachtsdeko begonnen und schon etliche Meter Lichterkette vorgelegt. Das alljährliche Wettrüsten im Kampf um die herzallerliebste Weihnachtsdeko hat begonnen.

Und ich stochere Feierabends noch mit meinem Haustürschlüssel im Dunkeln. Wir haben zwar ein Außenlicht, aber dass lässt sich erst von drinnen schalten. Irgendwie unpraktisch, denk ich mir und beschließe auch eine Lichterkette aufzuhängen, auf dass sie mir das Schlüsselloch ausleuchten möge. Das führt mich zur zentralen Frage:

Wie schließt man eine Lichterkette an, wenn die einzige funktionierende Steckdose 10m entfernt liegt und da drin schon der Kühlschrank steckt?

Mittwoch, 6. Dezember 2006

Elektrische Verfehlungen

Gestern habe ich wagemutig einen Draht in der Annahme durchtrennt, es würde sich dabei um den Draht für das Küchenlicht handeln...

Dunkel wurde es aber nicht nur in der Küche,
sondern auch gleich im Wohnzimmer, Esszimmer und im Keller - inklusive Steckdosen!

Gehört das so?

Und wofür sind dann noch die anderen Sicherungen? Dekoration?

Dienstag, 5. Dezember 2006

OSI auf Rollputz

Jeder herunterfallende Quadratmeter Rollputz bedeutet ca. 1,- €uro Verlust.

Muss das sein?

Grund genug, sich mit der einer Wand zugrundliegenden Theorie zu beschäftigen. Informatiker tendieren ja dazu, bei jeder Gelegenheit das ISO/OSI-Schichtenmodell zu zitieren - zwanghaft:

Layer 1 : marodes Backsteinwerk
Layer 2 : bröckeliger Putz
Layer 3 : alter nichtsaugender Anstrich
Layer 4 : eine drünne Schicht Gips
Layer 5 : Rollputz

Adaption: Passenderweise gehen Backsteine locker als "physical" durch, während der Bröckelputz einen ~guten~ Linklayer gibt. Bei 3+4 kommen ohnehin die meisten in's Schleudern; ich will ja auch niemanden verwirren. Der Endanwender sieht von alledem jedenfalls sowieso nur noch den Rollputz (application/presentation).

Conclusion: Da die Backsteinwand selbst nicht wackelt und der Rollputz immer gleich zusammen mit dem Gips runterfällt, muss wohl irgendwo auf einer der unteren Ebenen zwischen Bröckelputz und Gips ein Implementierungsfehler vorliegen. Prima, das Problem ist schon stark eingegrenzt. Kann ich jetzt ein Helpdesk-Ticket aufmachen?

MISSION FAILED

Kompatibilität am Bau

Hier ein kleiner Exkurs zum Thema Interoperabilität von Regenfallrohren. Stammt zwar von ein anderen Baustelle, passt aber trotzdem prima rein.

Mission: Beschaffe Ersatz für ein beschädigtes Regenfallrohr - aus Kunststoff, braun, 100mm Nenndurchmesser, tausendfach gesehen.

Approach: 100mm? Klarer Fall: ab in den Baumarkt, denkt sich der Informatiker. Die Schnittstellenspezifikation lässt keine Fragen offen: nämlich a) rund und b) 100mm im Durchmesser. Senkrecht übereinander montiert wird transparentes Tunneling für abgeleitetes Oberflächenwasser zum Kinderspiel. Was soll da bitte schief gehen?

Realization: Ab in den Baumarkt; gesucht, gefunden und gekauft: "Regenfallrohr, Kunststoff braun, 100mm x 2,5m" -- Es könnte so leicht sein.

Result: Man kann es drehen und wenden, aber

ES PASST NICHT !

Der Handwerker meines Vertrauens klärt auf: Auch für braune Plastikregenfallrohre gibt es Markenhersteller (z.B. Braas und Marley). Die legen bewusst keinen Wert auf Interoperabilität und pflegen ihre klitzekleinen proprietären Implementierungsunterschiede seit jeher. Damit auch ja kein Kunde die Wahl hat, womit er sein Rohr flickt. Das schreit doch nach Regulierung!

Da staunt der Informatiker;
und der Fachmann schmunzelt.

MISSION FAILED !

Montag, 4. Dezember 2006

Lagemeldung „Erstbericht“ Lfd. Nr.1

1. Allgemeine Lage
Schadenart: Teilweise angeschlagenes Einfamilienhaus, freistehend. Zum Zeitpunkt des Schadeneintritts jedoch unbewohnt.

Verkehrslage: Die Verkehrswege innerhalb der Behausung sind weitestgehend durch Arbeitsgerät und Umzugskisten zugestellt. Verbleibende freie Flächen werden durch krabbelndes Kind, Katze und Reste von Babynahrung sowie Katzenfutter fast vollständig eingenommen. Die Bewegung innerhalb der Gebäude gestaltet sich daher schwierig. Häufig ist die logistische Anstrengung, um bspw. einen Salzstreuer zu finden nennenswerter, als das Salz an sich.

Verhalten nicht betroffener Personen: Auffallend große Bereitschaft bei Tätigkeiten aller Art mit anzupacken. Auch nach dem Umzug noch. Danke.


2.Gefahren/ Schadenlage
Art der Schäden: Bröckelputz und krumme Wände. Eigentlich wollten wir nur ein wenig Farbe anbringen, einziehen und dann die Sache peu a peu in Angriff nehmen. Zwar kam es doch ganz anders, aber auch nicht anders als es ohnehin kommen musste: Kaum zieht man mal ein Stückchen Tapete ab, um zu sehen was dahinter ist, kommt einem gleich die halbe Wand hinterher. Und wenn die da sowieso schon mal auf dem Boden liegt, kann man die anderen Sachen, die Dreck machen, ja auch gleich schonmal anfangen.


3.Eigene Lage
Beteiligte Einheiten: Freunde, und Freundinnen der Frau mit und ohne Freund, Familie, Verwandte, mit Verwandten Bekannte oder Familie der Freunde bzw. zeitweilig auch Familie der Freunde von Verwandten, Arbeitskollegen, Kameraden und andere noch zu Unrecht ungenannte Hilfswillige.

Art und Anzahl der eingesetzten Einheiten zum Zeitpunkt des Einzuges:
Generische: Vater, Mutter, Bruder, Onkel, Frau, Kind, Schwiermutter,
zuzüglich Namentliche: Andre, Elvira, Alex, Axel, Mo, Steve, Alex+Jochen, Lutz, Peter, Denis, Willi, Anita, Natali
Gesamt: ca. 22 -- Danke!!!

Führungsstruktur: Kind -> Frau -> Ich -> Hilfswillge

Erreichbarkeiten / FM -Verbindungen: Geänderte Postanschrift und Festnetznummern sind im Kreise der Eingeweihten bekannt. Mobile Nummer unverändert trotz Wegfall der Homezone - die gibt's hier nicht. Wer dies liest und noch keine neuen Daten erhalten hat, möge sich bitte umgehend bei uns melden!


4. Lageentwicklung
Gefahrenschwerpunktbildung: Die Lage im neuen Heim ist am Vorabend sehr ruhig. Es gibt bis zur Meldezeit dieser Lagemeldung keine besonderen Vorkommnisse.

Einsatzschwerpunktbildung:
-Bereitstellung der Infrastruktur im Bereich Küche
-Elektro und Rigips im Flur
-vollständige Kapselung tieferer Schichten in Wohnzimmerwandsektion durch Rollputz


Voraussichtliche Lageentwicklung: Fertigstellung des ersten Bauabschnittes "Küche" bis Weihnachten. Beginn des zweiten Bauabschnittes "Küche" mit Lieferung der Oberschränke. Bis dahin: Oben ohne.


5. Besondere Vorkommnisse
Der Versuch Elena's Geburtstag mit mehr als 10 Leuten auf einer Baustelle mit weniger als 4 Sitzgelegenheiten zu feiern sollte nicht wiederholt werden.