Dexheimer Inside

Irgendwo zwischen Renovieren und Kernsanieren

Das Blog über Familiengründung und Leben im Altbau, Erfolge und Mißerfolge beim angewandten Heimwerken aus Sicht eines Informatikers.

Donnerstag, 5. April 2007

Gott weiß dass ich kein Klempner bin


Letztes Wochenende durfte ich bei Schwiegermutter eine Wandarmatur in der Küche montieren. Jetzt weiß ich wie die Klempnerhölle aussehen muss. Dabei trägt das Teil doch einen ganz friedlichen Namen: "Wandarmatur". Was kann daran schon schwer zu montieren sein? Ein Anschluss für warmes Wasser, einer für Kaltes. Beides kommt fertig aus der Wand, wie bei einer Badewannenarmatur. Nur sollte da eben auch noch eine Waschmaschine und eine Spülmaschine angeschlossen werden. Das macht dann gleich drei Teile mehr, die separat verschraubt und dicht sein wollen. Insgesamt macht das sieben dicht zu verschraubende Teile von ein und derselben Wandarmatur mit Maschinenanschluss und Distanzstück. Ach ja, einen Absperrhahn gab es in der Küche auch nicht. Alle Schieber für die Wohnung sind im Keller und saßen fest. Es blieb nur der Haupthahn, und der macht gleich das ganze Haus für alle Parteien drucklos. Das Gewinde in der Wand war völlig verkorxt und zugesetzt. Die Manschetten von so schlechter Passgenauigkeit, dass sich nur 2 von 4 überhaupt auf das Gewinde drehen ließen.

Wie man mit zwei Exzentern die horizontale Lage, Tiefe und Abstand zueinander justiert, mag man einem Informatiker ja noch theoretisch vermitteln. Wie das dann aber in der Praxis auch noch dicht bleiben soll, und wie man verhindert, das sich der ganze Krempel beim Anziehen der restlichen Teile mitdreht, bleibt mir ein Rätsel.

Das ist einfach nicht meine Welt.