Nur ein unbedeutendes Stückchen Raum für die Menschheit, aber ein großer Komfortgewinn für mich: Ganze fünf Zentimeter mehr Durchgangshöhe im Treppenhaus - beinahe Kopffreiheit! Okay, springen sollte man auf den Stufen immer noch nicht, dafür bleibt die unselige Treppe weiterhin zu gefährlich. Macht aber auch nichts, denn wenn ich morgens schlaftrunken die Treppe heruntergetaumelt komme, ist mir ohnehin selten nach Tanzen und Springen zumute und morgens ist doch schließlich die gefährlichste Tageszeit...Möglich wurden die 5cm Gewinn durch konsequenten Rückbau der achso herzallerliebsten Nut&Feder-Fichtenholz-Deckenverkleidung, die das ganze Haus ziert. An den Resten des alten Anstrichs erkennt man auch leicht den geschwungenen Verlauf der alten Deckenverkleidung. Die habe ich jetzt zugunsten meiner eigenen Schädeldecke begradigt und den Übergang zur Flurdecke offen gelassen. Die Decke über der Treppe kriegt 'ne Stufe. Alles klar? Nicht? Okay dann vielleicht so: Besser eine Ecke in der Decke, als eine Beule an der Birne.
Ich denke, die haben damals vermutlich einfach aus lauter Verzweiflung alles mit Nut&Feder zugenagelt, was nicht mehr mit Farbe auszubessern war. Egal, ob dann nachher irgendwo 5cm fehlten. Die Zahl Fünf scheint bei diesem Haus überhaupt von magischer Bedeutung zu sein: Bei den Türrahmen war es genauso, da wurden auch einfach die neuen in die alten gesetzt und Zack die Bohne, wieder 5cm auf jeder Seite verloren. Die aufputz verlegten Heizungsrohre kosteten ebenfalls 5cm in jeder Raumlänge, der Anschluss für den Abfluss war 5cm zu hoch, die 5 Oberschränke waren 3cm zu breit, die Installationskabel 5cm zu kurz abgezwackt,... Mir würden sicher noch mehr Beispiele einfallen, aber lohnt sich das?


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