Dexheimer Inside

Irgendwo zwischen Renovieren und Kernsanieren

Das Blog über Familiengründung und Leben im Altbau, Erfolge und Mißerfolge beim angewandten Heimwerken aus Sicht eines Informatikers.

Samstag, 16. Juni 2007

Jeden Tag eine gute Tat

Beim letzten Spazierung auf einem Waldparkplatz gefunden: Eine Montainbikefelge, genauer ein komplettes Vorderrad in einwandfreiem Zustand. Wie verhält man sich da? Liegenlassen oder einstecken? Und wie verliert man eigentlich ein Vorderrad ohne das zu merken? Hat man dann "ein Rad ab"? Aber das lenkt alles nur von der Moralfrage ab: Was macht man da jetzt?
Glücklicherweise war ich nicht allein, so haben wir gemeinsam entschieden, das Rad gegen einen gut sichtbaren Zettel mit Telefonnummer zu tauschen und das Rad "sicherzustellen". Jedenfalls hat sich der Besitzer auch prompt einen Tag später gemeldet. Der war irrsinnig froh, dass es gefunden wurde und hat es heute abgeholt. Leider hat er es auch nicht ausgelassen darauf abzuheben, wie sehr es ihn freuen würde, dass es noch gute Menschen auf der Welt gibt. Das war mir dann doch irgendwie unangenehm. Ich möchte schließlich nicht als Prototyp für einen guten Menschen gehandelt werden. Das Image klingt mir zu weich. Wer hatte die blöde Idee mit dem Zettel?

3 Kommentare:

Stiefel hat gesagt…

Und wie hatte er es jetzt verloren? Ich glaube der hat dich veräppelt!!

Johannes hat gesagt…

Würd mich auch mal interessieren. Man verliert doch nicht "einfach so" sein Rad, und sucht es dann genau an der Stelle, wo man auch einen Zettel zu dem Rad findet... merkwürdig..

Minti hat gesagt…

Er hatte das Mountainbike demontiert, um es in seinen Kofferraum zu laden. Das Vorderrad hatte er dazu seitlich an sein Auto angelehnt. Von dort muss es dann wohl unbemerkt weggekullert sein. Als er dann wieder hinsah, und kein Rad mehr dort stand, hat er fälschlicherweise angenommen, dass er es wohl schon eingeladen haben müsse. Dumm gelaufen.