Dexheimer Inside

Irgendwo zwischen Renovieren und Kernsanieren

Das Blog über Familiengründung und Leben im Altbau, Erfolge und Mißerfolge beim angewandten Heimwerken aus Sicht eines Informatikers.

Dienstag, 10. Juli 2007

Pippi würde Dicht-Fix kaufen

Wer Pippi Langstrumpf kennt, weiß sich bestimmt noch an Konrads Spezialkleber zu erinnern, mit dessen Hilfe Pippi kopfüber an der Decke spazieren ging. Konrads Kleber war eine Erfindung von Konrad dem Landstreicher, der als fliegender Händler versuchte eben diesen Kleber in Dosen an den Mann zu bringen. Der Kleber war eine Pampe von zäher, schleimiger Konsistenz, die später in den Tank eines Autos geschüttet, dasselbe auch noch zum Fliegen brachte. Typisch Pippi Langstrumpf eben.

Was soll ich sagen? Das Zeug gibt's wirklich zu kaufen! Es wird aber nicht als Kleber angepriesen, sondern als Universal-Dichtpampe und heißt dementsprechend auch anders: "MEM Dicht-Fix". Ich wollte ja schon öfter mal eine Dose davon im Baumarkt kaufen, aber leider fehlte mir bis gestern noch die passende Anwendung dafür. Jetzt mussten zwei Regenrinnen abgedichtet werden und da habe ich mich doch spontan an die vollmundigen Produktversprechen erinnert:
  • überbrückt Risse bis 10mm
  • hält auch auf nassem Untergrund
  • dauerelastisch
  • faserverstärkt
  • UV-beständig
  • winter- und frostfest
  • und mit dem Pinsel auftragbar

Okay, den Pinsel habe ich danach weggeworfen, aber das Zeug ist echt der Hammer. Ich weiß zwar nicht, ob man damit an der Decke laufen oder sein Auto zum fliegen bringen kann, aber Pippi hätte mit Sicherheit ihre wahre Freude daran gehabt!

2 Kommentare:

Kochy hat gesagt…

Hallo,

mein Teenager hat heute drei Löcher (größe kleiner Finger) mit der Spitzhacke in den Gartenteich gehauen. Leider habe ich seine Aktion erst zu spät am Fenster gesehen. Unser Teich ist eine Kunststoffwanne.

Würde Pippi den Teich damit dicht bekommen?

Habe schon überlegt das Zeug zu nehmen und Fliesenstücke oder Folie drauf zu setzen.

Der Papa

Minti hat gesagt…

Klingt nach einem Klassiker. Gehe ich richtig in der Annahme, dass der Teich zugefroren war und der Junior lediglich großen Gefallen am Eis aufpickeln gefunden hatte?

Ich habe eine Weile darüber nachgedacht, ob ich selbst dafür Dicht-Fix nehmen würde. Da ich aber zu keiner befriedigenden Antwort gekommen bin, hier einfach mal ein Hirn-Dump meiner Überlegungen zur weiteren Diskussion:

Dafür sprechen die vollmundingen Herstellerversprechen und die Verlockung des geringen zeitlichen Aufwands: 20€ im Baumarkt lassen, einen alten Pinsel opfern, Löcher zukleistern, den Rest vom Wochenende genießen und es einfach darauf ankommen lassen. Es wird sicherlich eine Weile halten. Letzlich wird die Zeit zeigen, wie gut die Idee war. Aber ganz ehrlich: ich habe nicht die geringste Ahnung, wieviel besser diese Lösung gegenüber einem doppelten Ductape-Pflaster zu bewerten ist. Und das wäre unschlagbar günstig zu haben.

Dagegen spricht meine innerliche Überzeugung - ein fachfremdes Bauchgefühl - dass es ganz sicher bessere Methoden zur fachgerechten Ausbesserung einer Teichwanne gibt, als einfach Ductape drüber zu kleben oder irgendein Universal-Mittelchen anzuwenden. Leider kenne ich aber keine passende Methode, die besser geeignet wäre. Bei einer GFK-Wanne würden es möglicherweise Fasermatten und Epoxy tun, bei einer Teichfolie könnte man evtl. einen Flicken aufvulkanisieren. Aber bei einer "Kunstoffwanne"? Ist denn das Material aus dem die Wanne ist überhaupt nicht genauer feststellbar? Das würde die Suche nach einer fachgerechten Reperatur stark vereinfachen. Ich würde mal ganz naiv glauben, dass ein Flicken aus dem gleichen Material die beste Wahl sein müsste, wenn das Material bekannt wäre. Dann müsste man nur noch die unterschiedlichen Möglichkeiten abwägen, um den Flicken aufzubringen: Kleben, Schweißen, Silicon..

An dieser Stelle wäre auch eine wirtschaftliche Betrachungsweise angebracht, leider bin ich auch hierfür nicht nachweislich qualifiziert, aber ich würde einfach mal den Anschaffungspreis sowie den emotionalen und den Gegenwert der Teichwanne, die Dringlichkeit der Reparatur, bereits vorhandenes Material sowie eigenes Können dem Zeit- und Geldaufwand sowie der daraus entstehenden Freude bei der Arbeit gegenüberstellen und dann abwägen. Ich sehe drei Möglichkeiten: Ductape (=kein Bock), ein Universalmittelchen (=guter Glaube) und intensive Recherche (=der Wille, es richtig zu machen). Je nach eigenem Anspruch.
Es soll im Netz auch gute Heimwerker-Foren geben. Kenne aber leider keines.

Hoffe geholfen zu haben.

Minti.