Dexheimer Inside

Irgendwo zwischen Renovieren und Kernsanieren

Das Blog über Familiengründung und Leben im Altbau, Erfolge und Mißerfolge beim angewandten Heimwerken aus Sicht eines Informatikers.

Sonntag, 25. November 2007

Luftakrobatik

Samstag habe ich das schöne Wetter genutzt und die WLAN-Antennen für meine Richtfunkstrecke zwischen unserem und dem Elterhaus (<100m) aufs Dach gesetzt. Das bisherige Provisorium war nicht unbedingt das Gelbe vom Ei. Eine Antenne hing unterm Dach und die andere mit Saugnäpfen hinter einem Fenster. Jetzt habe ich einfach beide Antennen mit Tüdeldraht an die Schornsteine gezurrt und damit ins Freie gesetzt. Das Kabel konnte ich praktischerweise ohne großen Widerstand zwischen den Dachschindeln durchfriemeln. Hoffentlich stolpert der Weihnachtsmann nicht darüber...

Jedenfalls bringt das neue Provisorium enormen Bandbreitengewinn: von zuletzt müden 50kBit/sec auf stabile 5MBit/sec. Okay, überragende Werte sind das natürlich immer noch nicht, aber mit einfachen Komponenten von der Stange und unter den gegebenen Umständen - Vegetation dazwischen, enge Sichtlinie, jedemenge andere WLANs, keine Zeit - finde ich das schon in Ordnung. Mit ein bißchen Feintuning könnte man sicherlich noch was machen. Einen deutlich größeren Effekt würde ich mir allerdings davon versprechen, einfach die in meine Fresnel-Zone gewachsenen Bäume umzumachen... Geht natürlich nicht, also bleibt das erstmal so.

Die Komponenten:
  • Accesspoints von Level-One, WAP-0006 (54MBit, WPA2)
  • passende Patch-Antennen von Level-One, WAN-1112 (12dBi,H80°/V20°)
  • je 3m Antennenkabel-Verlängerung
  • 10m Tüdeldraht
  • und ein Reststück Dachlatte
Eine sehr schöne Dokumentation zu einer privat betriebenen Richtfunkstrecke und jedemenge nützliche Informationen, Links, Grundlagenwissen und Forum habe ich übrigens bei Skynet gefunden.

1 Kommentare:

Jan hat gesagt…

Na dann hoffen wir mal, dass das nächste Gewitter die WLAN-Antenne nicht auch unwiderstehlich findet... ;-)