Jetzt, da wir schon eine gewisse Unruhe in unser bewohntes OG gebracht haben - Treppeneinhausung niedergerissen, Rohr abgesägt, Elektroinstallation zerfleddert, Loch im Mauerwerk - könnten wir eigentlich auch gleich noch den alten Fliesenspiegel abmeißeln. Es liegt ja ohnehin schon soviel Dreck...
Ich brauche übrigens im Schnitt immer etwa eine ganze Stunde, um die Baustelle wieder in einen bewohnbaren Zustand zu versetzen - egal welche Farbe der Staub hat. Und die Staubschicht überdeckt normalerweise alles. Allein das Treppenhaus haben wir schon mindestens dreimal einer Grundreinigung unterziehen müssen: Mal war alles in in gips-weiß bis spachtel-grün nach den Rigipsarbeiten, mal in holz-braun bis kamin-schwarz nach dem Niederreißen des Treppenhauses und zuletzt alles in mörtel-grau bis backstein-rot nach dem Aufreißen der Wand. Leider gibt es davon keine Fotos - ich war mir im Vorfeld nicht des unglaublichen Farbenspektrums bewusst, dass sich mit Baustellendreck erzielen lässt.
Jedenfalls durfte Frau nun auch mal mit Hammer und Meißel arbeiten und den Fliesenspiegel eliminieren. Das hat ihr auch gleich großen Spaß bereitet - anfangs. Der Dämpfer kam zum Schluss. Da lässt man sie also *einmal* was machen, und was macht sie? Sie legt prompt einen morschen Balken frei. Morsch ist nicht ganz richtig, zerfressen trifft es wohl eher. Ein herber Rückschlag (entspricht extrem, bzw. etwa 13 bloeD[10..10.000]). Das war etwas mehr Information, als ich mir eigentlich über die Bausubstanz zu wissen gewünscht hätte. Hätten wir den Fliesenspiegel doch bloß übertapeziert, müsste ich jetzt nicht bangen, ob das Dach morgen einstürzt...

Am Sonntag kommt unser Baufachmann, vielleicht kennt er ja den Schädling näher. Ich tippe ja auf Steinlaus.
Am Sonntag kommt unser Baufachmann, vielleicht kennt er ja den Schädling näher. Ich tippe ja auf Steinlaus.


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