Dexheimer Inside

Irgendwo zwischen Renovieren und Kernsanieren

Das Blog über Familiengründung und Leben im Altbau, Erfolge und Mißerfolge beim angewandten Heimwerken aus Sicht eines Informatikers.

Mittwoch, 9. Januar 2008

Wie man Fenster föhnt

Nachdem mich meine liebe Frau nun mehrere Monate mit der Idee penetriert hatte, die Wärmedämmeigenschaften unserer einfachverglasten Fenster im Schlafzimmer doch wenigstens für den Winter provisorisch mit irgendeinem Umrüstkit aus dem Baumarkt zu verbessern, musste ich handeln. Wiederwillig habe ich also im OBI meines Vertrauens nach diesem ominösen Umrüstkit gefragt, von dem sie mal gehört haben wollte: "Guten Tag, Sie haben nicht etwa eine ominöse Spezialfolie zum Isolieren von Fenstern im Sortiment?". Und - oh Wunder - die Fachverkäuferin sagte "Ja.".

Sowas gibt es also tatsächlich! "Spezial" ist daran allerdings nur die Idee, ein paar Meter doppelseitiges Klebeband und ein paar Quadratmeter dünner Folie in einen Karton zu verpacken und für ca €6,95 zu verticken. Die Idee dahinter ist ganz einfach, die Folie mittels doppelseitigem Klebeband so über den inneren Fensterrahmen zu spannen, dass etwa 2-3cm stehende Luft zwischen Folie und Fensterglas eingeschlossen werden. Um Mißverständnissen vorzubeugen: die Folie wird natürlich NICHT direkt auf das Glas geklebt! Ob das jetzt wirklich was bringt, kann ich noch nicht sagen. Wir halten dennoch am Plan fest, im Sommer neue Fenster mit richtigem Isolierglas einzusetzen.

Jetzt zum Föhnen: Um die zwangsläufig beim Spannen der Folie entstehenden Falten etwas zu verringern, soll man die Folie nach dem Kleben mit einem Haarföhn bearbeiten. Intelligenterweise hat man die Folie aus einem Material gewählt, dass sich beim Erhitzen in allen Richtungen zusammenzieht. Das Ergebnis kann sich eigentlich auch sehen lassen. Wenn man nicht gerade die Fenster frisch geputzt hat, lässt sich die durch die Folie entstehende leichte Trübung wenigstens von Außen kaum wahrnehmen.

Trotzdem kam ich mir ziemlich blöd vor, denn Fenster Föhnen macht von Außen betrachtet ganz sicher keinen sonderlich intelligenten Eindruck...