Dexheimer Inside

Irgendwo zwischen Renovieren und Kernsanieren

Das Blog über Familiengründung und Leben im Altbau, Erfolge und Mißerfolge beim angewandten Heimwerken aus Sicht eines Informatikers.

Donnerstag, 27. März 2008

Schwarz. Breit. Und Schwer.

Aus einer Laune heraus haben wir uns kurzfristig entschlossen, den Stahlträger doch noch vor seinem Einbau mit einen Schutzanstrich zu versehen. Aldi-Rostschutzfarbe war auch gerade zur Hand. Ich mag mich ja täuschen, aber in schwarz wirkt der Träger gleich doppelt so schwer.

Schwarz malen beruhigt auch ungemein. Nachdem ich das eine Betonauflager nun insgesamt DREIMAL gießen musste, hatte ich schon ein wenig mit der Unlust zu kämpfen. Beim ersten Mal, ging ich noch von einem 160er Träger aus, aber es ist jetzt doch ein 180er und mein Auflager damit 2 Zentimeter zu hoch. Das wollte ich eigentlich beim zweiten Gießen korrigieren. Dummweise habe ich da wohl etwas gepfuscht. Ja, ich gebe es zu, ich habe gepfuscht! Denn nur wer sich von Zeit zu Zeit auch mal in Eigenkritik übt, der hat auch das volle Recht, über andere Leute Pfusch herzuziehen. Ich hatte da beim Beton anrühren etwas zuviel Wasser dazugegeben, gerührt und dann in einem Moment völliger geistiger Umnachtung reflexartig etwas Wasser abgegossen. GROßER FEHLER! Den habe ich natürlich nicht gleich realisiert und habe das Zeug stattdessen munter verarbeitet. Aber beim Abgießen habe ich mit dem Wasser auch gleich eine gehörige Portion Zement aus der Fertigmischung gespült und bedauerlicherweise klappt das mit der Bindung beim Betonieren dann nicht mehr wirklich gut. Schon wenige Stunden später - nach dem Ausschalen - habe ich dann auch gleich eingesehen, dass das Gekrümmel ganz sicher nichts taugt. Also alles wieder rausgekratzt und ein drittes Mal betoniert. Man lernt wirklich nie aus. Jedenfalls kam mir bei derlei überflüssiger Arbeitsverdreifachung die Pinselei ganz gelegen, das lenkt die Gedanken nämlich ein wenig ab. Ich bin ja immernoch am überlegen, wie der Träger am besten unter die Decke kommen soll. Wäre ich nicht schon Optimist, könnte man da glatt zum Schwarzmaler werden.