
Jetzt habe ich genug von dem muffigen Keller! Eine relative Luftfeuchte von über 80% bei ganzjährig
offenem Kellerfenster ist gleich doppelt blöd und kann daher auf Dauer nicht gut sein. Es braucht also eine zeitgemäße Lösung für nicht mehr ganz so zeitgemäße Bauten. So habe ich denn am Wochenende mit einer Maßnahme begonnen, von der ich mir kurzfristige Verbesserung des Raumklimas verspreche, bevor ich mit größeren Baumaßnahmen anfange, wie z.B. die Kelleraußenwände aufgraben und abdichten, Kellerboden (Sand) versiegeln etc.

Für die erste Ausbaustufe habe ich einen Ventilator mit thermoelektrisch betätigter Verschlussklappe in der
Luke zum ehemaligen Kohleschacht vorgesehen, der feuchte Luft aus dem Keller rausziehen und auf die Straße pusten soll. Frische Zuluft kommt über das *vorerst* völlig offene Gitterfenster zum Hof nach. Für den Anfang habe ich einen 150er-Wandeinbauventilator von Maico (Typ ECA 150/4 K) ausgewählt, denn der dreht besonders leise - angeblich nur 29dB(A) - bei einem spezifizierten Fördervolumen von 150m³/h.
Das kann aber auch ein Tippfehler im Datenblatt sein, denn auf dem Umkarton standen 10dB mehr, also 39dB(A)! Jemand sollte mal bei Maico anrufen und auf diese kleine Inkonsistenz hinweisen. Wie auch immer, ich hatte den ungedrosselten Bruder vom Typ 150K bereits probegehört und der war mir deutlich zu laut. So fiel die Wahl auf dieses lärmberuhigte Modell, das dank kleinem Keller mit höchstens 70m³ Raumgröße theoretisch immer noch zwei komplette Luftwechsel pro Stunde ermöglicht - falls er denn dauernd laufen würde. Aber dazu später mehr, wenn die nächsten Ausbaustufen in der Mache sind.
Neue Erkenntnisse:
- Im Herbst wird es früher Dunkel.
- Wenn man denkt, so eine Lukenklappe ließe sich wohl einfach aufklappen, aus den Angeln schieben und dann abnehmen, wird man feststellen, dass a) die Angeln symmetrisch angebracht und einfaches Herausnehmen daher nicht möglich ist und b) die Scharnierbeschläge nicht etwa angeschraubt, sondern tatsächlich noch vom einem Hufschmied Ende des 19. Jahrhunderts angenietet worden sind!
- Personen, die sich im Schutz einbrechender Dunkelheit (ca 17:00Uhr) mit Taschenlampe und Flex von der Straße aus an einer Kellerluke eines Hauses zu schaffen machen, erregen durchaus öffentliche Skepsis. Vielleicht auch nur wegen dem Funkenflug. Jedenfalls bleiben da schon mal Passanten und Autofahrer stehen, um nach dem Rechten zu sehen. Ich würde doch niemals ins eigene Haus einbrechen!
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