Bei Außentemperaturen um die Null Grad möchte man nur ungern beim Basteln frieren oder im dicken Anorak eingemummelt an der Werkbank stehen. Ein guter Zeitpunkt also, meine Versuchsreihe aus dem letzten Jahr fortzusetzen und weiter der Frage nachzugehen, wie man schnell und bequem ca. 20qm Werkstatt auf angenehme Pullitemperatur heizt, wenn Fenster, Türen, Decke und Dach das flüchtige Wohlgefühl nicht besser halten, als eine Garage mit offenem Garagentor. Im letzten Winter hatte ich bereits einige zaghafte Versuche unternommen, im Schuppen einzuheizen, leider ohne zufriedenstellendes Ergebnis. Vom Geiz getrieben, hatte ich zunächst alles in Betrieb genommen, was gerade zur Hand war. Dass es ruhig ein wenig mehr sein darf, sieht man an folgender Aufstellung meiner Versuche in chronologischer Reihenfolge.
Versuch #1
Typ: AKO Wandheizstrahler
Leistung: 1000 Watt

Mein erster Versuch mit einem 100oW-Heizstrahler aus Altbeständen brachte allenfalls künstlichen Sonnenbrand im Gesicht - aber nur auf einer Backe, denn wenn man nur einen Strahler besitzt, kann man ihn auch nur an einer Seite der Werkbank anbringen.
Fazit: Nicht empfehlenswert
Versuch #2
Typ: Honeywell Schnellheizlüfter
Leistung: 2000 Watt

Dieses Teil hatten wir in der alten Wohnung im superkleinen Badezimmer montiert, wo es seinen Zweck auch prima erfüllt hatte. Wenn man allerdings bei weniger als 10°C Raumtemperatur startet, wird auch nach zwei Stunden Laufzeit außer dem Gerät selbst nichts wirklich warm.
Fazit: Im Hobbykeller vielleicht zu gebrauchen, aber nicht im Schuppen.
Versuch #3
Typ: Billig-Bauheizer vom Baumarkt
Leistung: 2000 Watt
Ich dachte, wenn das Gerät von außen wenigstens nach Bauheizer aussieht, könnte es vielleicht besser funktionieren, also gab ich dem Teil eine Chance. Außerdem meinte der Baumarktverkäufer, ich könnte es bei Unzufriedenheit ohne Probleme zurückbringen. Das habe ich dann auch getan, denn trotz pseudomartialischem Äußeren kam allenfalls ein lauwarmes Lüftchen heraus. Ich mag mich täuschen, aber das Honeywell-Gerät aus dem vorigen Versuch erzeugte bei gleicher Anschlussleistung ein deutlich höheres Wärmegefühl am Luftauslass.
Fazit: Ein typischer Fehlkauf aus dem Baumarkt der erneut meine Theorie bestätigt, dass der Kauf von namenlosen Heizgeräten mit Stecker sei es vom Baumarkt oder aus dem Discounter - egal wie günstig sie auch sein mögen - reine Geldverschwendung bedeutet.
Versuch #4
Typ: Infrarot-Gasstrahler
Leistung: max. 4100 Watt
Oha, es wird warm. Dauert allerdings ein Weilchen. So nach 1-2 Stündchen Dauerglühens kann man den Regler runterdrehen. Großer Nachteil dabei: Es wird nass, denn Propangas verbrennt zu Kohlendioxid und Wasser in Form von Wasserdampf, der dann prompt an den Fenster auskondensiert (C3H8 + 5HO2 --> 3CO2 + 4H2O).
Fazit: Nicht gut. Ich habe Angst vor Rost und fürchte um mein Werkzeug.
Versuch #5
Typ: Eine Kombination aus 2 Elektro- und dem Gas-Heizstrahler
Heizleistung: zusammen ca. 6400 Watt
+
+ 
Versuch macht klug. Da mir kürzlich ein zweiter Elektro-Heizstrahler zugelaufen ist, dachte ich daran, in zwei Phasen zu heizen. Aufheizen mit Gas und Temperatur halten mit den Elektro-Strahlern. Je ein Strahler zur linken und zur rechten Seite der Werkbank eliminieren das Problem, dass es immer von einer Seite zu heiß und von der jeweils anderen Seite zu kalt ist.
Fazit: Das funktioniert gut. Nur brauchte es halt für meinen Geschmack immer noch zu lange zum Aufheizen. Wenn ich spät abends nach Feierabend, Abendessen und Kinder ins Bett bringen noch motiviert bin, etwas zu tun, dann, ja genau dann will ich unter garkeinen Umständen zwei Stunden warten, bis es warm geworden ist, ich meine Jacke ausziehen kann, um gleich anschließend das Licht auszumachen und ins Bett zu gehen.
Versuch #6
Typ: geliehene Gasheizkanone aus dem Baumarkt, kleinstes Kaliber
Leistung: 15000 Watt

Sowas wollte ich schon immer haben, war bisher aber noch zu geizig und nicht ausreichend von der Notwendigkeit überzeugt. Jetzt konnte ich mir mal so ein Gerät ausleihen und - oh Du fröhliches Wunder - so schnell musste ich meine Jacke noch nie ausziehen. Eigentlich lohnt es sich garnicht, die Jacke überhaupt erst anzuziehen. Es genügt auch, einfach ein wenig schneller über den Hof in den Schuppen zu flitzen, Stecker rein, Gashahn auf, einschalten, Piezozündung betätigen und den Warmluftschwall genießen. Dann in aller Ruhe die beiden Elektroheizstrahler einstecken und nach fünf bis zehn Minuten den Gashahn zudrehen.
Fazit: So gefällt mir das. So kann das bleiben. Wielange kann ich das behalten?
Versuch #1
Typ: AKO Wandheizstrahler
Leistung: 1000 Watt
Mein erster Versuch mit einem 100oW-Heizstrahler aus Altbeständen brachte allenfalls künstlichen Sonnenbrand im Gesicht - aber nur auf einer Backe, denn wenn man nur einen Strahler besitzt, kann man ihn auch nur an einer Seite der Werkbank anbringen.
Fazit: Nicht empfehlenswert
Versuch #2
Typ: Honeywell Schnellheizlüfter
Leistung: 2000 Watt
Dieses Teil hatten wir in der alten Wohnung im superkleinen Badezimmer montiert, wo es seinen Zweck auch prima erfüllt hatte. Wenn man allerdings bei weniger als 10°C Raumtemperatur startet, wird auch nach zwei Stunden Laufzeit außer dem Gerät selbst nichts wirklich warm.
Fazit: Im Hobbykeller vielleicht zu gebrauchen, aber nicht im Schuppen.
Versuch #3
Typ: Billig-Bauheizer vom Baumarkt
Leistung: 2000 Watt
Ich dachte, wenn das Gerät von außen wenigstens nach Bauheizer aussieht, könnte es vielleicht besser funktionieren, also gab ich dem Teil eine Chance. Außerdem meinte der Baumarktverkäufer, ich könnte es bei Unzufriedenheit ohne Probleme zurückbringen. Das habe ich dann auch getan, denn trotz pseudomartialischem Äußeren kam allenfalls ein lauwarmes Lüftchen heraus. Ich mag mich täuschen, aber das Honeywell-Gerät aus dem vorigen Versuch erzeugte bei gleicher Anschlussleistung ein deutlich höheres Wärmegefühl am Luftauslass.Fazit: Ein typischer Fehlkauf aus dem Baumarkt der erneut meine Theorie bestätigt, dass der Kauf von namenlosen Heizgeräten mit Stecker sei es vom Baumarkt oder aus dem Discounter - egal wie günstig sie auch sein mögen - reine Geldverschwendung bedeutet.
Versuch #4
Typ: Infrarot-Gasstrahler
Leistung: max. 4100 Watt
Fazit: Nicht gut. Ich habe Angst vor Rost und fürchte um mein Werkzeug.
Versuch #5
Typ: Eine Kombination aus 2 Elektro- und dem Gas-Heizstrahler
Heizleistung: zusammen ca. 6400 Watt
Fazit: Das funktioniert gut. Nur brauchte es halt für meinen Geschmack immer noch zu lange zum Aufheizen. Wenn ich spät abends nach Feierabend, Abendessen und Kinder ins Bett bringen noch motiviert bin, etwas zu tun, dann, ja genau dann will ich unter garkeinen Umständen zwei Stunden warten, bis es warm geworden ist, ich meine Jacke ausziehen kann, um gleich anschließend das Licht auszumachen und ins Bett zu gehen.
Versuch #6
Typ: geliehene Gasheizkanone aus dem Baumarkt, kleinstes Kaliber
Leistung: 15000 Watt
Sowas wollte ich schon immer haben, war bisher aber noch zu geizig und nicht ausreichend von der Notwendigkeit überzeugt. Jetzt konnte ich mir mal so ein Gerät ausleihen und - oh Du fröhliches Wunder - so schnell musste ich meine Jacke noch nie ausziehen. Eigentlich lohnt es sich garnicht, die Jacke überhaupt erst anzuziehen. Es genügt auch, einfach ein wenig schneller über den Hof in den Schuppen zu flitzen, Stecker rein, Gashahn auf, einschalten, Piezozündung betätigen und den Warmluftschwall genießen. Dann in aller Ruhe die beiden Elektroheizstrahler einstecken und nach fünf bis zehn Minuten den Gashahn zudrehen.
Fazit: So gefällt mir das. So kann das bleiben. Wielange kann ich das behalten?

4 Kommentare:
So eine Gasheizkanone ist echt eine feine Sache. Der Nachteil ist nur das sie oft sehr laut sind...
Okay, zugegeben, das Betriebsgeräusch der Gaskanone übertönt das Werkstattradio schon - aber nur 10min lang. Außerdem assoziiere ich in Anbetracht der Alternativen durchweg Positives mit diesem speziellen Lärm.
Ist das gewissermaßen das Atom-U-Boot unter den Heizstrahlern? Es sieht ja wirklich martialisch aus, und die Leistung klingt beeindruckend.
Nein, ich denke Atom-U-Boote müssten wesentlich leiser fahren, damit der Feind nicht erschrickt:-) Außerdem handelt es sich bei dem Gerät noch um kleineres Kaliber von der Sorte Gasheizgebläse um hundert Euro. Bis 30kW gibts sowas noch im Baumarkt. Größer geht meines Wissens auch, wenn man z.B. ein Zirkuszelt beheizen möchte...
Für meinen Anwendungsfall kann das allerdings auch keine Dauerlösung sein, weil erstens in geschlossenen Räumen und dann auch noch unbeaufsichtigt, das muss nicht sein.
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