Dexheimer Inside

Irgendwo zwischen Renovieren und Kernsanieren

Das Blog über Familiengründung und Leben im Altbau, Erfolge und Mißerfolge beim angewandten Heimwerken aus Sicht eines Informatikers.

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Über Bettfunktion und Rabattfallen

Angelockt vom Werbeprospekt eines großen Möbelhauses in unserer Region trauten auch wir uns mal wieder an einem Samstag in den prächtigen Konsumtempel an der A5. Der Prospekt versprach unglaubliche Preisnachlässe auf KatzenfutterPolstermöbel, und eine neue Couch könnten wir wirklich gut gebrauchen.

Das angepriesene Modell aus dem Aktionsprospekt stand natürlich gleich in der ersten Reihe und wir waren uns auch fast sicher, dass dies unsere Couch werden würde - wenn da nicht noch der Preis wäre. Aber sehr zu meiner Freude durfte ich feststellen, dass man dort keinesfalls übers Geld redet, sondern stattdessen ausschließlich lustige Rechenspielchen mit Rabatten und aufpreispflichtigen Optionen veranstaltet. Alles andere wäre auch viel zu leicht. Am Ende könnte man sonst einfach die Preise vergleichen.

Ich will versuchen, ganz kurz das Kernproblem zu umreißen, aus dem sich das nachfolgende Verkaufsgespräch erspann: Die Couch aus dem Angebotsprospekt gefiel uns mitsamt dem Preis schon ganz gut, nur wollten wir ein Anbauteil weniger und auch einen anderen Bezugsstoff. Der Verkäufer rechnete uns auch sogleich den neuen Preis aus und der lag gerade mal bei ungefähr 150% des Angebotspreises, obwohl wir ja eigentlich weniger Möbel kaufen wollten, als das ursprüngliche Angebot enthielt. Das sollte uns der Verkäufer bitte erstmal erklären, und das tat er dann auch:

Das Aktionsmodell beinhaltete einen Rabatt von 59% zuzüglich Lieferung, denn Aktionspreise sind dort Abholpreise. Andere Bezugsstoffe gab es für einen pauschalen Aufpreis. Eine komplette Wunschkonfiguration dagegen hätte zwar schon automatisch die Lieferung beinhaltet, aber es hätte nur(!) 35% Basisrabatt(!!) und an diesem Samstag zusätzlich 10% Sonderrabatt(!!!) gegeben. Macht zusammen nur 45% Rabatt - wir müssten also mehr bezahlen. 25% weniger Möbel und 14% weniger Rabatt = mehr $$! Logisch, oder nicht? Das sahen wir natürlich nicht ein. Der Verkäufer fing an herumzudrucksen und fragte dann schließlich, ob wir nicht jemanden kennen würden, der in diesem Möbelhaus arbeiten würde. Ab Montag gäbe es nämlich eine Supersondermitarbeiterrabattaktion mit 18% Rabatt... Noch bevor ich das Gehörte ein wenig setzen lassen konnte, konterte <Frau> mit messerscharfen Verstand, dass wir ja jetzt *IHN* - also den Verkäufer - kennen würden und ob wir gleich gehen und am Montag wiederkommen sollten. Er druckste wieder und meinte, er könne den Montagsrabatt ja auch schon heute eintippen, dass würde dann jetzt 35% + 18% + 3% Skonto = 56% Rabatt inkl. Lieferung und Bezugsstoff nach Wahl machen und ob wir die Couch nun jetzt kaufen wollen? Ich wollte eigentlich noch nach der Bettfunktion fragen, aber das hätte vermutlich meine koginitven Fähigkeiten an diesem Samstag überschritten. Sei es drum, wieviel kostet das dann jetzt, wenn die Frage noch erlaubt ist?

1 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Schla(raffen)fsofa