Dexheimer Inside

Irgendwo zwischen Renovieren und Kernsanieren

Das Blog über Familiengründung und Leben im Altbau, Erfolge und Mißerfolge beim angewandten Heimwerken aus Sicht eines Informatikers.

Donnerstag, 7. Januar 2010

Es bewegt sich!

Als ich vor geraumer Zeit den Boden der Durchreiche einbaute, hatte ich sehr viel Wert auf eine Nullfuge gelegt. Man hätte kein Blatt Papier zwischen die Küchenarbeitsplatte und deren Erweiterung stecken können. Jetzt könnte man eine Zweieuromünze verlieren, so groß ist der Spalt geworden. Entweder es hat sich irgendwas gesetzt, die Küchenzeile wandert durch die Gegend oder das ganze Haus bewegt sich. Aber dann müssten sich doch eigentlich auch Risse im Putz zeigen, oder? .. . Ah, richtig, da sind ja auch Risse im Putz,.. auf der anderen Seite. Da hat sich wohl die Rigipswand ein wenig gesetzt. Anders kann ich mir das nicht erklären. Kann man aber auch nicht ändern. Ist halt so. Es gibt Schlimmeres. Beispielsweise ein Weihnachtsfest mit einem Loch in der Wand ich meine natürlich einer nicht fertiggestellten Durchreiche. Da fehlten noch ein paar Bretter an den Seiten. Also musste ich noch schnell vor dem großen Konsumfest Hand anlegen, um den Seelenfrieden aller zu bewahren.


14 Kommentare:

Beobachter hat gesagt…

Der Baum steht schief.

Minti hat gesagt…

Ja, das ist wohl richtig und wird selbst unvoreingenommenen Beobachtern leicht auffallen. Was aber selbst dem geneigten Betrachter nicht gleich auffallen dürfte, ist dass es dafür gleich mehrere mehr oder weniger plausible Gründe gibt:

1.) Der Baum hat einen Knick, d.h. er kann nur entweder oben oder unten gerade stehen.

2.) Die Erdrotation

3.) Die Katze

4.) Im Wald stehen auch nicht alle Bäume gerade!

Jan hat gesagt…

Im Winter ist die Raumluft sehr trocken, da zieht sich das Holz zusammen und bildet dann eben Spalten.

Siehe auch "wie Risse entstehen" http://web.wilhelm-geigenbau.ch/index.php?id=649&L=0

Minti hat gesagt…

Sollte ich vielleicht ein klein wenig Wasser nachgießen?

Daniel hat gesagt…

Quatsch. Die Holzdübel dazwischen haben sich bestimmt ausgedehnt!

Minti hat gesagt…

So, scheinbar sind hier ja lauter Experten und Geigenbauerversteher am Start.

Das rechtfertigt folgende Fachfrage, die ich zwecks einer empirischen Untersuchung gleich öffentlich gemacht habe. Siehe Umfragekasten am rechten Seitenrand.

Anonym hat gesagt…

Das liegt sicher am Mikroklima, achte mal auf den Wetterbericht. Dividiere die Temperatur durch zwei und multipliziere ihn mit dem Kehrwert aus Anzahl der Treppenstufen und dem Alter der Katze. Die Spalte sollte sich dadurch nicht beeindrucken lassen, aber Du kommst auf andere Gedanken.

Minti hat gesagt…

Okay, ich komme auf 42.

unser-altbau hat gesagt…

aber auch mit dem Spalt sieht die Durchreiche wirklich gut aus.

Minti hat gesagt…

Danke für die Blumen! Man gewöhnt sich ja bekanntlich an fast alles. Da sollte so ein kleiner Spalt doch kein Scheidungsgrund werden, oder?

Anonym hat gesagt…

Wichtig ist doch eigentlich nur, dass der Spalt nicht größer wird als das was draufsteht,
odrrr???
Die Mutation von Durchreiche zur Durchfalle geht allerdings mit einem Positivum einher.
Die Bergung der durchgefallenen Güter erweist sich als Folge der mit dem Fallgut linear gewachsenen Spaltbreite als durchaus probat.
Ich denke da an Suppenterrinen aus großväterlichen Zeiten.
So wie es ist ist es doch "prakzikabel"
und somit i.O.

P.S. im Gegensatz zu Anderen:
Holz arbeitet immer !!!

Anonym hat gesagt…

Vorgeschlagener Gutachter:
Prof. Dr.-Ing. François Colling, Mering,
ö.b.u.v. Sachverständiger für Holzbau bei der IHK
Augsburg und Schwaben und Professor für Holzbau
und Baustatik an der FH Augsburg; Verfasser des
Fachbuchs: „Lernen aus Schäden im Holzbau – Ursachen,
Vermeidung, Beispiele“, Deutsche Gesellschaft
für Holzforschung

Anonym hat gesagt…

Hier bewegt sich jedenfalls schon seit Januar nix mehr. Bring endlich Deinen Protz-TV.

Dirk hat gesagt…

Hallo,

Buche ist nun mal ein Holz, was mit
am stärksten arbeitet. Wenn das Holz
seine Feuchtigkeit nur um 2% ändert,
ändert sich Deine 60er Arbeitsplatte
etwa um 3-4mm in der Breite. Wenn dann
noch alles fein von unten verschraubt
ist und die Platte nirgendwo hin arbeiten
kann, dann reißt sie eben. Daher: Holz
lässt sich nicht auf ein fester Maß
zwängen. Du könntest z.B. den Ansatz an
die Küchenplatte in Langlöchern
festschrauben, so wie ich es bei meinen
Küchenstühlen auch gemacht habe:

http://griesenberger.bplaced.net/Griesenberger/Projekte_aus_Holz/Seiten/Kuchenstuhle_files/Media/DSCF0029/DSCF0029.jpg

Vielleicht konnte ich Dir damit helfen,
vielleicht weißt Du es aber auch schon.
--
Dirk