Dexheimer Inside

Irgendwo zwischen Renovieren und Kernsanieren

Das Blog über Familiengründung und Leben im Altbau, Erfolge und Mißerfolge beim angewandten Heimwerken aus Sicht eines Informatikers.

Mittwoch, 14. Juli 2010

GTDIMSTRABADEPOT

Ich lese ja nicht übermäßig viel, aber jetzt hat mich gerade wieder ein neues Buch mit dem Bestseller-Titel "Getting Things Done" von David Allen in Beschlag genommen, das mich einfach nicht mehr los läßt. Allein der Rückentext hatte mich schon direkt angelacht, weil der Autor einen Methode zum besseren Selbstmanagement zeigt, mit der sich all die offenen Baustellen im Leben ganz bewusst und mit Leichtigkeit im Griff behalten lassen sollen, ohne dass irgendwas unter den Tisch fällt. Nun, offene Baustellen habe ich reichlich, da kann ein kleiner Ratgeber ja wohl nicht nicht schaden, dachte ich mir. Kaum gekauft, schon aufgeschlagen und direkt mit dem Lesen angefangen: aus dem Laden raus, auf dem Weg zur Haltestelle, beim Warten und natürlich in der Straßenbahn. Dort saß ich dann so in mein Taschenbuch vertieft, links und rechts huschten die Häuser, Autos, Bäume und Kühe vorbei, vor und hinter mir plapperten die anderen Fahrgäste während ich ich las und blätterte, las und las und... und irgendwann dieses merkwürdige Gefühl bekam, dass etwas fehlte: keine Häuser links, keine Autos rechts, keine Kühe, keine Fahrgeräusche, kein Geplapper, eigentlich weit und breit kein Mensch, nicht im Wagon, nicht im Triebwagen vor mir. Ich saß plötzlich ziemlich allein in der Straßenbahn und ließ spontan den Gedanken an einen Schweißtropen fallen, als ich realisierte, dass die Bahn längst die Endstation erreicht hatte und bereits im Depo abgestellt worden war - so fühlt es sich also an, wenn man auf ein Abstellgleis geschoben wird... Aber das Buch ist wirklich gut.