
"Schatz, ich geh dann eben nochmal kurz in den Keller, ein paar Steine mit dem Spaten stechen." hätte ich wohl gesagt, wenn ich darüber nachgedacht hätte, ob ich wohl was sagen sollte, dachte ich mir auf dem Weg die Kellertreppe hinunter - aber dann war ich auch schon da.
Außer mir waren da sonst nur noch die letzten Rückstände der vormaligen Kellernutzung: ein paar unregelmäßige Pflastersteine aus Granit, die als Randbegrenzung in den Sandboden unseres Kellers eingesetzt worden waren, als man hier noch vor Zeiten ordentlich Kohle für den Winter bunkern musste. Davon zeugten auch noch reichlich Kohlereste in Brikket- und Eiform, jedemenge Ziegelbruch womit einst ungebrochen der Boden ausgelegt war und nicht zuletzt rabenschwarzer Putz an einigen Wandstellen.
All das hat uns bisher ein wenig davon abgehalten, den Keller intensiver zu nutzen. Allem voran der unbefestigte Sandboden, aber damit ist nun Schluss. Durch eine glückliche Fügung kam ich in den Besitz einer mehr als ausreichenden Menge an Verbundpflastersteinen aus zweiter Hand, mit denen ich gedenke, den Kellerraum auszulegen und damit endlich eine solide Basis für die zukünftige Kellernutzung zu schaffen, ohne durch diese Maßnahme selbst weitere Schäden anzurichten. Andere Altbaubesitzer betonieren einfach eine Platte in den Keller, aber ohne weitere ganzheitlich abdichtende Maßnahmen scheint mir das keine gute Idee zu sein, denn die Feuchtigkeit findet immer einen Weg. Bei dieser Lösung kann ich mir dagegen sicher sein, im Einklang mit den bauphysikalischen Erwägungen von vor rund hundert Jahren zu agieren. Schließlich baute man solche Keller nicht für die Modelleisenbahn, sondern zum Einlagern von Lebensmitteln. Neben Wein, Eingemachtem, Äpfeln und Kartoffeln könnte ich mir dort zwar auch gut unsere Waschmaschine, Trockner und vielleicht auch den Gefrierschrank vorstellen, aber doch zuerst die Arbeit.
27qm werden benötigt. Pflastersteine für knapp 60qm liegen auf 16 Paletten á 120 Steine und 8t Gesamtgewicht zur Abholung bereit. Meinen besten Dank an dieser Stelle den fleissigen Helfern, die beim Palettieren der Steine geholfen haben, während ich meinen Urlaub außer Landes genießen durfte!
Jetzt musste ich aber zunächst die letzten Pflastersteine ausgraben, damit sie abtransportiert werden können.