Dexheimer Inside

Irgendwo zwischen Renovieren und Kernsanieren

Das Blog über Familiengründung und Leben im Altbau, Erfolge und Mißerfolge beim angewandten Heimwerken aus Sicht eines Informatikers.

Montag, 26. Juli 2010

Gerüttelt, aber nicht geschürt

Weil wir uns nicht selbst im Keller vergasen wollten, suchte ich nach einer elektrisch betriebenen Miet-Rüttelplatte. Die Kleinste, die sich finden ließ, wog zwar nur 85kg, aber selbst so ein Leichtgewicht kann einem ganz schön zur Last werden, wenn man den ganzen Tag damit unterwegs ist.

Wie ein Klotz am Bein: Rollen einklappen, auf den Einkaufswagen rauf, in den Kofferraum rein, aus dem Kofferraum raus, Rollen ausklappen, über die Straße kullern, Rollen einklappen, und weil sie nicht wirklich durch den Kohleschacht passen wollte, ins Haus rein, zu dritt die Treppe runter in den Keller, 20min Rütteln, die Treppe wieder rauf, raus aus dem Haus, Rollen wieder ausklappen, zurück ans Auto kullern, Rollen wieder einklappen, in den Kofferraum rein, ab in den Baumarkt, aus dem Kofferraum wieder raus und auf den Einkaufswagen und zuletzt dem Baumarktfachangestellten vor die Füße, der sich vor Begeisterung kaum halten konnte, mal selbst mit anpacken zu müssen. Uff. Kleine Platte, große Wirkung - wir sind geschafft. Zehnmal anfassen genügt für einen Tag. Vielen Dank an Steve und Nadim!

Montag, 19. Juli 2010

Pflasterwahn

Ich habe Schmerzen. Allein der Gedanke daran, noch einen Pflasterstein anzufassen, verursacht Krämpfe. Ich hoffe, meinen vielen Helfern, die sich beim Transport und dem Verlegen ordentlich ins Zeug gelegt haben, geht es besser. An dieser Stelle meinen besten Dank! Glücklicherweise fehlten ja nur nur noch etwa 17qm, macht etwa 648 Steine, jeden Stein dreimal in die Hand nehmen, bis er da liegt, wo er hin soll, macht ... Aua - schon wieder.

Aber wie spricht der Volksmund? Einem geschenkten Pflasterstein schaut man nicht... ja wohin eigentlich?



Freitag, 16. Juli 2010

Insomnia

Während andere schon Schäfe zählten, nutzen wir die schattigeren Stunden gegen 23:00 Uhr, ein paar Pflastersteine aus dem Keller zu bergen.... Tagsüber waren es 37°C, da hätte ich noch nicht im Traum daran gedacht. Aber abends vor dem Schlafengehen nochmal kurz anpacken, das sollte doch kein Problem sein! Es sind ja nur die paar Steinchen... Am Ende waren es dann doch 85 Stück, die einzeln die Kellertreppe rauf und in den Hof raus getragen werden mussten. Damit könnte man eigentlich schon wieder was Nettes mit anstellen...

Fazit: 85 Steine und 1 Bierchen danach machen definitiv müder als 86 gezählte Schafe.

Mittwoch, 14. Juli 2010

GTDIMSTRABADEPOT

Ich lese ja nicht übermäßig viel, aber jetzt hat mich gerade wieder ein neues Buch mit dem Bestseller-Titel "Getting Things Done" von David Allen in Beschlag genommen, das mich einfach nicht mehr los läßt. Allein der Rückentext hatte mich schon direkt angelacht, weil der Autor einen Methode zum besseren Selbstmanagement zeigt, mit der sich all die offenen Baustellen im Leben ganz bewusst und mit Leichtigkeit im Griff behalten lassen sollen, ohne dass irgendwas unter den Tisch fällt. Nun, offene Baustellen habe ich reichlich, da kann ein kleiner Ratgeber ja wohl nicht nicht schaden, dachte ich mir. Kaum gekauft, schon aufgeschlagen und direkt mit dem Lesen angefangen: aus dem Laden raus, auf dem Weg zur Haltestelle, beim Warten und natürlich in der Straßenbahn. Dort saß ich dann so in mein Taschenbuch vertieft, links und rechts huschten die Häuser, Autos, Bäume und Kühe vorbei, vor und hinter mir plapperten die anderen Fahrgäste während ich ich las und blätterte, las und las und... und irgendwann dieses merkwürdige Gefühl bekam, dass etwas fehlte: keine Häuser links, keine Autos rechts, keine Kühe, keine Fahrgeräusche, kein Geplapper, eigentlich weit und breit kein Mensch, nicht im Wagon, nicht im Triebwagen vor mir. Ich saß plötzlich ziemlich allein in der Straßenbahn und ließ spontan den Gedanken an einen Schweißtropen fallen, als ich realisierte, dass die Bahn längst die Endstation erreicht hatte und bereits im Depo abgestellt worden war - so fühlt es sich also an, wenn man auf ein Abstellgleis geschoben wird... Aber das Buch ist wirklich gut.

Montag, 12. Juli 2010

Ausgrabungen

"Schatz, ich geh dann eben nochmal kurz in den Keller, ein paar Steine mit dem Spaten stechen." hätte ich wohl gesagt, wenn ich darüber nachgedacht hätte, ob ich wohl was sagen sollte, dachte ich mir auf dem Weg die Kellertreppe hinunter - aber dann war ich auch schon da.

Außer mir waren da sonst nur noch die letzten Rückstände der vormaligen Kellernutzung: ein paar unregelmäßige Pflastersteine aus Granit, die als Randbegrenzung in den Sandboden unseres Kellers eingesetzt worden waren, als man hier noch vor Zeiten ordentlich Kohle für den Winter bunkern musste. Davon zeugten auch noch reichlich Kohlereste in Brikket- und Eiform, jedemenge Ziegelbruch womit einst ungebrochen der Boden ausgelegt war und nicht zuletzt rabenschwarzer Putz an einigen Wandstellen.

All das hat uns bisher ein wenig davon abgehalten, den Keller intensiver zu nutzen. Allem voran der unbefestigte Sandboden, aber damit ist nun Schluss. Durch eine glückliche Fügung kam ich in den Besitz einer mehr als ausreichenden Menge an Verbundpflastersteinen aus zweiter Hand, mit denen ich gedenke, den Kellerraum auszulegen und damit endlich eine solide Basis für die zukünftige Kellernutzung zu schaffen, ohne durch diese Maßnahme selbst weitere Schäden anzurichten. Andere Altbaubesitzer betonieren einfach eine Platte in den Keller, aber ohne weitere ganzheitlich abdichtende Maßnahmen scheint mir das keine gute Idee zu sein, denn die Feuchtigkeit findet immer einen Weg. Bei dieser Lösung kann ich mir dagegen sicher sein, im Einklang mit den bauphysikalischen Erwägungen von vor rund hundert Jahren zu agieren. Schließlich baute man solche Keller nicht für die Modelleisenbahn, sondern zum Einlagern von Lebensmitteln. Neben Wein, Eingemachtem, Äpfeln und Kartoffeln könnte ich mir dort zwar auch gut unsere Waschmaschine, Trockner und vielleicht auch den Gefrierschrank vorstellen, aber doch zuerst die Arbeit.

27qm werden benötigt. Pflastersteine für knapp 60qm liegen auf 16 Paletten á 120 Steine und 8t Gesamtgewicht zur Abholung bereit. Meinen besten Dank an dieser Stelle den fleissigen Helfern, die beim Palettieren der Steine geholfen haben, während ich meinen Urlaub außer Landes genießen durfte!

Jetzt musste ich aber zunächst die letzten Pflastersteine ausgraben, damit sie abtransportiert werden können.

Donnerstag, 8. Juli 2010

Der Drahtseilakt mit der Protzglotze

Hier auf vielfachen Wunsch ein kurzer Bericht über die Widrigkeiten im Alltag eines modernen Konsum-Menschen, der völlig unbeindruckt von seinen Mitmenschen und ganz bestimmt nicht durch den Dauerbewurf mit Werbeprospektheftchen vom Bohlenmarkt beeinflusst nach einigen Jahren der völligen Entbehrung quasi über Nacht seine Standhaftigkeit gänzlich über Bord geworfen und sich spontan zum Kauf einer zeitgemäßen Protzglotze - wie der ÖkoOnkel zu sagen pflegt - entschieden hat.

Kaum war das Gerät also im Wohnzimmer ausgepackt und aufgestellt, da war schon klar, dass man es eigentlich an die Wand hängen müsste, um das neue Prestigegefühl vollends auskosten zu können. Nur sollte die Wandhalterung bitte nicht dicker auftragen, als das TV selbst, denn das hatte man bewusst recht flach gewählt. Selbstverständlich liefert der Hersteller gerne passendes Originalzubehör zum Zwecke der ultraflachen Wandbefestigung. Nur verlangt er dafür satte 150,- Euro! Für diesen stolzen Aufpreis könnte man allerdings auch schon die nächstgrößere Geräteklasse erwerben, und so verwarf man leicht angesäuert diese eigentlich recht smart wirkende Idee, das TV einfach wie ein Bild an die Wand zu hängen - vorerst.

Dienstag, 6. Juli 2010

SONYx4

Seit kurzem teilen wir uns unsere bescheidene Bleibe mit vier ziemlich drolligen Fellknäulen in schwarz, schwarz-mit-weißen-pfötchen, schwarz-weiß-gescheckt und grau-getigert. Butz war es wohl nicht - das kann ich mit Sicherheit ausschließen. Also bleiben eigentlich nur die üblichen Verdächtigen verdächtig. Dummerweise sind nachts alle Katzen grau, und das erschwert die Klärung der Vaterschaftsfrage ein wenig.

Montag, 5. Juli 2010

Es geschah im Badezimmer

Nach einer kurzen kreativen Schaffenspause, die eigentlich nie eine war - weder besonders kreativ, noch wirklich pausierend - wurde ich just heute morgen, noch während meine Zahnbürste meinen Zähnen schmeichelte, Zeuge folgender bahnbrechenden Erkenntnis unserer Vierjährigen:

"Amerika" fängt mit "A" an und hört mit "K" auf.

Möglicherweise geschah es auch beim Rasieren, aber das ist nicht so wichtig. Jedenfalls hat Sie mit "Ameri-K" schon irgendwie recht. Was mich daran erinnerte, dass deutlich zuviele nicht ausgegorene Ideen und nicht abgeschlossene Projekte in meinem Kopf schwirren, die dringend RAUS müssen. Gut, dass sich selbst für den allergrößten Bockmist immer ein freies Plätzchen im Web findet.

In diesem Sinne,
stay tuned!

Minti