Dexheimer Inside

Irgendwo zwischen Renovieren und Kernsanieren

Das Blog über Familiengründung und Leben im Altbau, Erfolge und Mißerfolge beim angewandten Heimwerken aus Sicht eines Informatikers.

Montag, 29. November 2010

Die kleinen Unterschiede

Was man nicht im Kopf hat, das hat man hoffentlich im Fotohandy. Und so hätte ich es doch beinahe vergessen, die Vorher-Nachher-Fotos unserer Flur-Baustelle zu präsentieren. Die einzelnen Unterschiede sind zwar nur marginal, aber die Summe der Details dennoch erstaunlich. Wer möchte, darf jetzt mal raten: Welches der Fotos zeigt Vorher und welches Nachher? Na, schon eine Idee? Kleine Hilfestellung: Von den über zehn Bildunterschieden gehen immerhin sechs auf bauliche Veränderungen zurück, falls ich mich nicht selbst verzählt habe:-)

Mittwoch, 24. November 2010

Trockenübungen und Wärmebehandlung

Seit der Pflasteraktion im Keller lag noch ein kleiner Haufen Wackersteine im Hof, der uns das Parken ein wenig erschwerte. Eigentlich hatte ich schon im August begonnen, daraus ein kleine Trockenmauer zusammenzusetzen. Als Beeterhöhung vor unserer Hofmauer soll sie später einmal selbst begrünt werden. Und nebenbei sorgt sie dafür, dass beim Hofkehren nicht immer allerlei Dreck im vorher ungefassten Beet landet.

Von Nachbars Baustelle hatte ich schon ein paar Schubkarren lehmhaltiger Erde als Mörtelersatz und von der örtlichen Kompostierungsanlage etwa ein halben Kubikmeter Blumenerde zum Aufschütten zusammengeschaufelt und herbeigeschafft. Die erste Reihe Steine war auch schnell entlang einer Richtschnur gelegt, doch während ich an der zweiten Steinreihe herumpuzzelte, krabbelte ein scheinbar völlig verirrtes Wespentier in meinen gut durchlüfteten Lieblingsheimwerkerpantoffel aus allergenfreien Gummi und versenkte dort angekommen - vermutlich aus blanken Hass - seinen Stachel in meinem großen Onkel. Das nahm ich persönlich, trennte Insekt und Onkel von meinem Schuh, humpelte mit schmerzverzerrten Gesicht ins Haus und lies die Baustelle fortan links liegen.

Wenn man allerdings gefühlt das ungefähr hundertste Mal mit dem Auto in den Hof fährt und immer erst im letzten Moment realisiert, dass man ja wegen des Haufens Wackersteine besonders acht auf seine Frontlippe geben müsste - natürlich ohne jemals auch nur einen Stein berührt zu haben - dann ist das auch eine Form von Motivation. Wie ein Wespenstachel im eigenen Fleisch. Den zieht man ja auch möglichst schnell, um nicht länger zu leiden. Hitzeeinwirkung - habe ich übrigens gelesen - soll das Wespengift unschädlich machen, weil dadurch ein den bekannten Juckreiz verursachendes Eiweiß-Protein zerstört wird. Angeblich heilt bei derartiger Behandlung der Stich auch schneller ab, aber das kann ich mangels Vergleichsmöglichkeiten leider nicht beweisen. Auch bekannt als das "Zwei große Onkel aber nur ein Wespenstich"-Problem.


Mittwoch, 17. November 2010

18.000 Watt

Jetzt, wo der nah gelegene Meiler am Rhein voraussichtlich noch etwas länger brummen wird, ist wohl zumindest in Puncto Stromversorgung in nächster Zeit kein Engpass zu befürchten. Also kann ich frohen Mutes pünktlich zum Beginn der kalten Jahreszeit meine Reihe kleiner Tests für die beste Werkstattheizung fortsetzen.

Zur Erinnerung: die bisherigen Lösungen waren entweder nicht kräftig genug, um die etwa 65m³ Werkstatt zu erwärmen, oder ließen meine Werkzeuge rosten. Also habe ich mich erneut umgesehen und war voller Glück, als ich beim Bauern um die Ecke sozusagen "für'n Appel un'n Ei" ein etwa zehn Jahre altes Elektroheizgebläse, Typ Remko ELK-18, erstehen konnte. Eine echte Offenbarung! Ich wage mal zu behaupten, dass diese Lösung sogar als vernünftig zu bezeichnen ist, weil a) unglaublich schnell und damit bei kurzer Nutzungdauer auch nur wenig geheizt werden muss, b) der Wirkungsgrad weit über 90% liegt, c) mein Werkzeug nicht rostet, d) die Heizleistung in drei Stufen bis auf 6kW gedrosselt werden kann und e) die Thermostatregelung nochmal kräftig Energie spart!

Da sich die Gewaltigkeit der (mir durchaus bewussten) Überdimensionierung schwer vermitteln lässt, hier noch ein paar Gedankenanreize: Für die erforderliche 32A-CEE-Anschlussdose musste ich extra eine neue Leitung vom Haus in die Werkstatt legen. Die "Sprungantwort" aus dem Stand liest sich mit etwa 10°C Zugewinn in 20min bei 7°C Außentemperatur im ungedämmten Schuppen (siehe Diagramm unten). Das Teil muss beim Abschalten etwa 10min lang nachlaufen, um wieder auf Normaltemperatur zu kommen. Mein Chef heizt sein ganzes Haus neuerer Bauart mit nur 6kW. Mein Chef muss beim Heizen alle Fenster geschlossen halten - ich nicht.