
Jetzt, wo der nah gelegene Meiler am Rhein voraussichtlich noch etwas länger brummen wird, ist wohl zumindest in Puncto Stromversorgung in nächster Zeit kein Engpass zu befürchten. Also kann ich frohen Mutes pünktlich zum Beginn der kalten Jahreszeit meine
Reihe kleiner Tests für die beste Werkstattheizung fortsetzen.
Zur Erinnerung: die bisherigen Lösungen waren entweder nicht kräftig genug, um die etwa 65m³ Werkstatt zu erwärmen, oder ließen meine Werkzeuge rosten. Also habe ich mich erneut umgesehen und war voller Glück, als ich beim Bauern um die Ecke sozusagen "für'n Appel un'n Ei" ein etwa zehn Jahre altes Elektroheizgebläse, Typ Remko ELK-18, erstehen konnte. Eine echte Offenbarung! Ich wage mal zu behaupten, dass diese Lösung sogar als vernünftig zu bezeichnen ist, weil a) unglaublich schnell und damit bei kurzer Nutzungdauer auch nur wenig geheizt werden muss, b) der Wirkungsgrad weit über 90% liegt, c) mein Werkzeug nicht rostet, d) die Heizleistung in drei Stufen bis auf 6kW gedrosselt werden kann und e) die Thermostatregelung nochmal kräftig Energie spart!
Da sich die Gewaltigkeit der (mir durchaus bewussten) Überdimensionierung schwer vermitteln lässt, hier noch ein paar Gedankenanreize: Für die erforderliche 32A-CEE-Anschlussdose musste ich extra eine neue Leitung vom Haus in die Werkstatt legen. Die "Sprungantwort" aus dem Stand liest sich mit etwa 10°C Zugewinn in 20min bei 7°C Außentemperatur im ungedämmten Schuppen (siehe Diagramm unten). Das Teil muss beim Abschalten etwa 10min lang nachlaufen, um wieder auf Normaltemperatur zu kommen. Mein Chef heizt sein ganzes Haus neuerer Bauart mit nur 6kW. Mein Chef muss beim Heizen alle Fenster geschlossen halten - ich nicht.
